Sikahirschjagd in Irland
Der Schatten des Waldes
Geschrieben von Härkila Influencerin Stina Didriksen @skadi_outdoors aus Norwegen
Der Herbst hat die leuchtend violetten Blüten der Heide längst verblassen lassen und die Landschaft in helle Beige- und Brauntöne getaucht. Heidekraut, Buschwerk und hohes Moorgras bedecken die offenen Flächen, unterbrochen von immergrünen Sitkafichten und Lärchen, deren Nadeln sich bereits gelb verfärben. Die älteren Fichtenwälder sind hoch, dicht und dunkel. Doch unter den Bäumen leuchten Waldboden und Stämme in kräftigem Grün, überzogen von einem beinahe unwirklich wirkenden Moosteppich. Es ist eine Landschaft wie aus einem alten Märchen.
Zwischen den alten Waldbeständen liegen Kahlschläge und offene Moorflächen, auf denen das Gras so hoch wächst, dass selbst ein kleiner Hirsch darin verschwinden kann. An anderen Stellen beginnen junge Aufforstungen langsam Gestalt anzunehmen. Es ist ein wunderschönes Land und eines der schönsten Jagdgebiete, in denen ich je unterwegs war.
Wicklow in Irland ist für sein Sikawild bekannt. Die Tiere finden hier ideale Bedingungen, was sich sowohl in den Beständen als auch in der Qualität der Hirsche zeigt. Einige außergewöhnlich starke Stücke ziehen durch diese Wälder. Acht Enden sind bei einem guten Hirsch keine Seltenheit, auch Zehnender kommen vor und selbst Medaillenhirsche sind hier durchaus zu finden.
Sikawild ist vergleichsweise klein und erreicht selten wesentlich mehr als einen Meter Schulterhöhe. Was ihm an Größe fehlt, macht es jedoch durch Robustheit, Aufmerksamkeit und erstaunliche Vorsicht wett. Einen Sikahirsch auf der Pirsch zu überlisten, ist eine Herausforderung. Sein hervorragendes Gehör und sein ausgeprägter Geruchssinn verlangen nach einer guten Strategie, sauberem Pirschen und nicht zuletzt etwas Jagdglück. Zusammen mit den geheimnisvollen Wäldern, in denen die Tiere leben, wird schnell verständlich, warum der Sikahirsch auch den Beinamen „der schwarze Geist“ trägt. Seit Jahren hatte ich davon geträumt, diesen Schatten des Waldes nachzustellen.
Auf der Pirsch im Sikawald
Der Abend ist noch jung, als wir zu einer kurzen Pirsch aufbrechen. Ein schmaler Weg führt uns zwischen unterschiedlich hohen Fichtenbeständen und kleinen offenen Flächen hindurch. Bereits nach wenigen Minuten entdecken wir das erste Stück, ein weibliches Stück Sikawild. Die Jagdzeit darauf beginnt allerdings erst am nächsten Tag. In seiner Nähe zieht ein junger Hirsch. Das Stück hat uns bereits bemerkt und stößt seinen charakteristischen Warnpfiff aus. Augenblicke später sind beide verschwunden.
Wir gehen weiter zu einem Hochsitz am Rand eines hohen Fichtenbestandes. Der dunkle Wald umschließt die Fläche fast wie eine Wand und verbirgt alles, was sich zwischen den Stämmen bewegt. Das umliegende Gebiet wurde vor einigen Jahren abgeholzt, inzwischen wachsen auf der offenen Fläche wieder junge Bäume heran. Für das Wild ist es ein idealer Ort, um auszutreten, zu äsen und zwischen den verschiedenen Einständen zu wechseln.
Es dauert nicht lange, bis ein weibliches Stück austritt und direkt hinter dem Hochsitz zu äsen beginnt. Doch in den dunklen Schatten der Sitkafichten bewegt sich noch etwas anderes. Wir hören Geräusche, die an ein Geweih erinnern, das an einem Stamm reibt, oder vielleicht an ein Scharren im Waldboden. Der dichte Bestand verschluckt die Geräusche jedoch, sodass wir nicht sicher sagen können, was dort vor sich geht. Lange Zeit durchbrechen sie immer wieder die abendliche Stille und halten unsere Aufmerksamkeit auf den dunklen Waldrand gerichtet.
Das Licht schwindet bereits, als mein Jagdführer plötzlich eine Bewegung am oberen Rand des Kahlschlags bemerkt. Ich schaue gerade in die andere Richtung, als ich ihn leise flüstern höre: „Starker Sikahirsch.“
Lautlos hat er bereits die Büchse aufgenommen. Er reicht sie mir und zeigt auf die Stelle, an der er den Hirsch entdeckt hat. Es besteht kein Zweifel.
Der Hirsch ist aus dem Wald getreten und bereits auf halbem Weg zu uns. Zielstrebig zieht er in Richtung Hochsitz und nutzt die wenigen jungen Bäume geschickt als Deckung. Jetzt ist er nah. Auf etwa 35 Meter bleibt er stehen. Zwischen den Ästen erkennen wir eine hoch aufgerichtete, fast kohlschwarze Gestalt, die direkt in unsere Richtung blickt. Der Träger ist kräftig, und die Zeichnung seines Gesichts verleiht ihm einen beinahe herausfordernden Ausdruck.
„Kannst du schießen?“, flüstert mein Jagdführer. Viel besser wird die Gelegenheit kaum werden. Die Büchse liegt ruhig, ich nehme das Ziel tief am kräftigen Träger auf und lasse den Schuss brechen. Im Knall sehen wir das Geweih nach unten verschwinden. Dann ist es wieder still.
Mein erster Sikahirsch
Wir bleiben zunächst auf dem Hochsitz und suchen die Stelle mit dem Fernglas nach Bewegung ab. Unter uns wartet bereits der erfahrene Schweißhund meines Jagdführers. Die Anspannung lässt die nächsten Minuten deutlich länger erscheinen, als sie tatsächlich sind, bevor wir schließlich abbaumen.
Der Hund ist sofort aufmerksam. Er hat längst Witterung vom Hirsch aufgenommen und verbindet den Schuss offensichtlich mit gefallenem Wild. Zielstrebig führt er uns in Richtung Anschuss. Die Vegetation ist hoch, doch zwei helle Geweihspitzen ragen aus dem Gras und verraten, wo der Hirsch liegt.
Erst als wir bei ihm stehen, fällt die Anspannung langsam von mir ab und macht der Freude über meinen ersten Sikahirsch Platz. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Acht Enden, Narben an den Lauschern, ein alter Hirsch, der offensichtlich schon einige Kämpfe und Jahre hinter sich hat. Ein beeindruckendes Stück Wild.

Was für ein Auftakt. Gleich am ersten Tag einen solchen Achtender zu erlegen, ist zweifellos auch Jagdglück. Gleichzeitig ist es das Ergebnis einer sorgfältigen Wildbewirtschaftung. Die Verantwortlichen kennen die starken Hirsche im Revier, wissen, wo sie ihre Einstände haben und welche Waldstücke sie bevorzugen. Mein Jagdführer erklärt mir, dass dieser Hirsch bereits alt war und sich vermutlich in diesem Jahr auf dem Rückgang befand.
Alles, was die kommenden Tage noch bringen, fühlt sich von diesem Moment an wie eine Zugabe an. Selbst wenn wir keinen weiteren Sikahirsch mehr sehen sollten, wäre ich mehr als zufrieden. Dieser erste Abend hat bereits alles übertroffen, was ich mir von der Reise erhofft hatte.

Morgenpirsch unter Sitkafichten
Der nächste Tag beginnt früh. Das erste Morgenlicht zeichnet sich gerade am Himmel ab, als wir das Auto abstellen und einem Weg zwischen hohen Sitkafichten folgen. Unter den Bäumen liegen lange, dunkle Schatten. Kaum sind wir einige Schritte gegangen, hören wir den Warnpfiff eines weiblichen Stücks, das irgendwo vor uns abspringt.
Im Wald herrscht eine beinahe unheimliche Stille. Das tiefe Grün und die verdrehten, moosbewachsenen Äste lassen die Umgebung fast unwirklich erscheinen. Der Hund folgt uns lautlos, während wir gleichmäßig und langsam vorankommen und auf jeden Schritt achten. Bloß keinen Ast knacken lassen.
Am Ende des Weges bleibt mein Jagdführer plötzlich stehen. Noch während er „Hirsch“ flüstert, hat er bereits den Zielstock aufgestellt und die Büchse ist im Anschlag. „98 Meter.“ Am Rand einer Lichtung steht ein Hirsch und blickt in unsere Richtung. Der Wind passt, und wir bleiben vollkommen ruhig. Das Stück wirkt nicht beunruhigt. Als es sich wieder langsam in Bewegung setzt, folge ich ihm durch das Zielfernrohr. Mitten auf der Lichtung pfeift mein Jagdführer kurz. Der Hirsch verhofft, und ich lasse ruhig den Schuss brechen.
Wir hören den Kugelschlag. Der Hirsch wendet um 180 Grad und flüchtet mit hoher Geschwindigkeit den steilen Hang hinunter, bevor er im dunklen Fichtenwald verschwindet. „Guter Schuss“, sagt mein Jagdführer. Ich bin mir sicher, dass die Kugel durch die Lunge gegangen ist, und auch er hat den Ausschuss gesehen.
Wir geben dem Hirsch etwas Zeit und setzen anschließend den Hund am Riemen an. Am Anschuss nimmt er sofort die Fährte auf und zieht zielstrebig den steilen Waldhang hinunter. Rund 50 Meter weiter hebt er plötzlich den Kopf, die Rute beginnt sich zu bewegen. Zwischen den Schatten der hohen Fichten liegt der Hirsch, dunkel und regungslos auf dem leuchtend grünen Moos.
Es ist ein schöner Sechsender, deutlich jünger als der alte Hirsch vom Vorabend. Unter den mächtigen Fichten, umgeben vom weichen Moosteppich und der gedämpften Stille des Waldes, wird einmal mehr deutlich, woher der Sikahirsch seinen Beinamen hat. Der Respekt vor diesem faszinierenden Wild wächst mit jeder Begegnung.
Der Weg zurück führt steil durch den Wald. Kleine Bäche ziehen sich durch den Torfboden und unterbrechen das Schweigen, während einzelne Lärchen ihre goldgelben Nadeln auf dem Waldboden verteilen. Viel Laub ist bereits gefallen, die letzten Blätter leuchten gelb und orange zwischen dem tiefen Grün. Es ist einer dieser Momente, die sich dauerhaft ins Gedächtnis einprägen.

Wenn die Pirsch mehr zählt als der Schuss
Der Tag ist noch jung, als wir den Hirsch in der Nähe des Abholpunktes zurücklassen und weiterziehen. Inzwischen hat es zu regnen begonnen. Auf dem Weg in ein neues Gebiet kommen wir an einem großen, offensichtlich seit vielen Jahren genutzten Brunftplatz vorbei. Kurz darauf entdecken wir einen jungen Spießer. Er steht nicht weit entfernt, bleibt aber gut von Fichtenzweigen gedeckt. Ich bin bereits am Zielstock, doch bevor sich eine saubere Gelegenheit ergibt, verschwindet er.
Als er abzieht, erhebt sich ein weibliches Stück aus der Deckung. Auch dieses steht zwischen den Zweigen. Ich hoffe darauf, dass es einen Schritt nach vorne macht, doch stattdessen legt es sich wieder nieder. Es hat keine Ahnung, dass wir da sind.
Wir beginnen, uns so lautlos wie möglich entlang der Lichtung vorzuarbeiten. Der nasse Boden hilft, dennoch muss jeder Schritt sitzen. Wir bewegen uns langsam, konzentriert und werden mit jedem Meter vorsichtiger. Irgendwann nehme ich sogar meinen eigenen Atem bewusst wahr. Die Stille ist so vollkommen, dass ich beinahe nur noch meinen Herzschlag höre.
Das Stück liegt noch immer dort. Zwischen unebenem Gelände und hohem Gras können wir es kaum erkennen. Fast haben wir die obere Kante erreicht, als es plötzlich aufsteht. Sofort gehen wir hinter Grasbüscheln und Bäumen in Deckung. Es ist nur etwa zehn Meter entfernt. So langsam wie möglich hebe ich die Büchse. Für einen winzigen Augenblick treffen sich unsere Blicke. Dann ist das Stück verschwunden.
Es fällt kein Schuss, doch Enttäuschung verspüre ich keine. Einem vollkommen wilden Sikastück auf zehn Meter nahe zu kommen, ist ein Erlebnis, das für mich mindestens ebenso wertvoll sein kann. Diese Pirsch gehört schon jetzt zu den besonderen Erinnerungen dieser Reise. Jagd bedeutet schließlich nicht nur, den Abzug zu betätigen. Manchmal liegt der eigentliche Reiz darin, nah an das Wild heranzukommen und vollständig in der Landschaft und im Augenblick aufzugehen.
Ein weiterer schwarzer Geist
Später ziehen wir über einen anderen Hang, auf dem sich Kahlschläge mit jüngeren Fichtenbeständen abwechseln – ideales Sikawildrevier. Mit dem Fernglas können wir große Flächen absuchen. In der Ferne entdecken wir mehrere Stücke, allerdings keines dort, wo wir zu diesem Zeitpunkt jagen können. Für den Abend wechseln wir schließlich zu unserem letzten Ansitz. Ich blicke über die Fläche, als mein Jagdführer plötzlich die Büchse greift und leise sagt: „Hirsch.“
Unten am Rand tritt eine schwarze Gestalt aus der Deckung. Der Hirsch zieht zügig quer über die Fläche direkt in unsere Richtung. Eine große Eiche versperrt zunächst die Sicht, sodass wir uns schnell und leise etwas versetzen müssen. Bei rund 50 Metern bleibt der Hirsch stehen. Glücklicherweise hat die Eiche den größten Teil ihres Laubes bereits verloren, und zwischen den Ästen öffnet sich ein freies Schussfenster. „Wenn du kannst, schieß“, flüstert mein Jagdführer. Ich kann. Auf den Schuss springt der Hirsch hoch, dreht ab und flüchtet über die Fläche. Nach etwa 100 Metern beginnt er zu taumeln, dreht sich noch einmal und bleibt schließlich am Rand liegen.
Es ist ein kleiner Sechsender. Sein fast schwarzes Haarkleid lässt das helle Geweih beinahe wie eine Krone erscheinen. Ein außergewöhnlich schönes Stück Wild. Die Kraft dieser Hirsche, ihre scharfen Sinne und ihre Fähigkeit, sich nahezu lautlos durch ihren bevorzugten Lebensraum zu bewegen, machen jede Begegnung mit ihnen besonders.
Die Reise hat meine Erwartungen längst übertroffen. Doch ein letzter Jagdtag liegt noch vor uns.

Ein letzter Abend in Wicklow
Am letzten Abend kehren wir noch einmal zu einem Hochsitz am Rand der großen, dunklen Wälder zurück. Ein kleiner Bach führt uns den Hang hinunter zwischen hohen, dicht stehenden Fichten. Das Rauschen des Wassers ist das Einzige, was die Stille durchbricht. Immer wieder halten wir an und suchen die Umgebung mit dem Fernglas ab, doch zunächst ist keine Bewegung zu erkennen.
Der Hochsitz steht am Rand eines riesigen Kahlschlags. Ringsum erhebt sich dichter, dunkelgrüner Fichtenwald, unterbrochen von offenen Moorflächen, auf denen sich austretendes Wild gut beobachten lässt. Der Hund legt sich ruhig unter den Hochsitz, und kaum haben wir Platz genommen, erscheinen bereits die ersten Stücke.
Ein weibliches Stück und ein Kalb wechseln über die Lichtung und verschwinden auf der gegenüberliegenden Seite im Wald. Dort zieht ihnen ein weiteres weibliches Stück entgegen, während ein drittes draußen auf der Fläche äst, beinahe vollständig vom hohen Moorgras verdeckt. Ein vielversprechender Beginn. Jetzt heißt es warten.
Wenig später kommt ein junges weibliches Stück über die Lichtung, dicht gefolgt von einem jungen Spießer. Es ist brunftig, und der Hirsch folgt ihm hartnäckig. Beide verschwinden zunächst am unteren Ende der Fläche, tauchen jedoch einige Minuten später auf derselben Route wieder auf.
„Sie werden denselben Weg wieder nach oben nehmen“, flüstert mein Jagdführer. „Wenn er dort ankommt, pfeife ich und bringe ihn zum Verhoffen. Mach dich bereit.“
Ich folge dem Hirsch durch das Zielfernrohr, während er dem weiblichen Stück zügig am Rand der Lichtung folgt. Auf etwa 140 Meter gibt mein Jagdführer einen kurzen Pfiff. Der Hirsch bleibt stehen, hebt den Kopf und blickt in unsere Richtung. Das hohe Moorgras verdeckt einen Teil des Körpers, doch die Gelegenheit reicht aus. Ich atme ruhig, nehme sauber Maß und lasse den Schuss brechen. Das weibliche Stück flüchtet in den Wald und ruft nach seinem Begleiter. Der Hirsch bleibt zurück.
Die Rufe der Sikahirsche
Langsam legt sich der Abend über Wicklow. Aus den umliegenden Wäldern sind nun die Brunftrufe mehrerer Sikahirsche zu hören. Es sind hohe, beinahe flötende und pfeifende Laute, die sich deutlich von den Brunftrufen anderer Hirscharten unterscheiden. Allein hier im letzten Licht zu sitzen, umgeben von den dunklen Silhouetten der Sitkafichten, während die Rufe aus verschiedenen Richtungen durch den Wald tragen, ist ein Erlebnis für sich.
Kurz bevor wir den Jagdtag beenden wollen, tritt noch ein starker Fuchsrüde auf die offene Fläche. Im hohen Moorgras ist es schwierig, eine Gelegenheit zu bekommen, während er sich geschickt durch die Vegetation bewegt. Doch schließlich macht auch er einen Fehler.
Vier Tage Pirsch liegen hinter uns, und vier Sikahirsche sind zur Strecke gekommen. Wir haben deutlich mehr Wild gesehen und mehrere Hirsche im Zielfernrohr gehabt, ohne dass sich eine passende Schussgelegenheit ergeben hätte. Vier dieser heimlichen Hirsche zu erlegen – darunter einen alten Achtender – ist für mich kaum zu fassen.
Möglich wurde es durch eine Mischung aus Jagdglück, guter Planung und einem erfahrenen Jagdführer, der sowohl das Revier als auch das Verhalten des Wildes genau kennt. Ebenso entscheidend ist die sorgfältige Bewirtschaftung des Bestandes über viele Jahre.
Eine Jagd, die bleibt
Mit der Hand aufs Herz kann ich sagen, dass diese Reise zu den eindrucksvollsten Jagderlebnissen gehört, die ich bisher erfahren durfte. Die Landschaft zählt zu den schönsten, die ich je gesehen habe. Wer sich hier langsam durch die dunklen Wälder, über offene Moore und entlang der Kahlschläge bewegt, kommt der Natur auf eine ganz besondere Weise nahe und beginnt zu verstehen, was Wicklow als Jagdland ausmacht.
Der Sikahirsch hat für mich einen besonderen Platz bekommen. Wachsam, heimlich und in den dunklen Wäldern beinahe unsichtbar, bewegt er sich tatsächlich wie ein Schatten zwischen den Bäumen. Der „schwarze Geist“ ist für mich längst mehr als nur ein Beiname.
Ich verlasse Wicklow mit großer Dankbarkeit für die Jagd, für das Wild und für all die Erlebnisse, die diese Tage möglich gemacht haben. Es ist eine Erinnerung, die mich mein Leben lang begleiten wir und ich weiß schon jetzt, dass ich eines Tages zurückkehren werde.