Von Lappmark zu Pro Hunter

Über 30 Jahre kompromisslose Jagdbekleidung

Innovation seit 1992 – von Lappmark zu Pro Hunter

Alles begann 1992 mit dem Lappmark-Anzug: einer extrem robusten Jagdbekleidung, entwickelt für Berufsjäger und für die rauen Bedingungen der skandinavischen Natur.
Im Jahr 2005 führten wir diese Philosophie konsequent weiter und entwickelten die Pro Hunter Serie, wie wir sie heute kennen.

Anlässlich dieses 25-jährigen Meilensteins sprechen wir mit Kaj Filrup, der den Lappmark-Anzug über ein Vierteljahrhundert getragen hat.

Interview mit Kaj Filrup

Kaj Filrup ist Jäger. Seit er vor über 35 Jahren seinen Jagdschein erwarb, steht die Jagd im Mittelpunkt seines Lebens und dem seiner Familie. Das kleine schwedische Jagdkonsortium der Familie besteht aus drei Generationen, die Zusammenhalt, Natur, Jagd und bleibende Werte miteinander verbinden. Anfang der 1990er-Jahre kaufte Kaj bei einem Händler nördlich von Kopenhagen einen Härkila Lappmark-Anzug – Hose und Jacke mit GORE-TEX®-Membran. Wie die Jagd selbst hat ihn diese Ausrüstung durch Höhen und Tiefen begleitet.

Ich treffe Kaj und seinen gelben Labrador Arkas zu einem Spaziergang und Frühstück an seiner Jagdhütte, mitten in 90 Hektar schwedischer Wälder und Felder. Daraus entwickelt sich ein langes Gespräch über Familie, Traditionen und natürlich die Jagd. Kaj warnt mich gleich zu Beginn:
„Wenn ich erst einmal anfange zu erzählen, gibt es kein Halten mehr.“

Wie hat Ihre jagdliche Laufbahn begonnen?

„Meine Frau und ich lebten auf einem kleinen Hof bei Kopenhagen, mit Schafen, Enten, Gänsen – von allem etwas. Die Füchse entdeckten das schnell, besonders die Gänse litten darunter. Meine Frau ermutigte mich, einen Jagdschein zu machen.

Die Jagd lag mir eigentlich nicht im Blut, weder meine Eltern noch meine Großeltern waren Jäger. In den ersten Jahren passierte wenig. Doch bei einem Neujahrsaufenthalt in unserem schwedischen Ferienhaus kam ein Nachbar mit zwei frisch erlegten Rehen vorbei. Er meinte, da ich nun einen Jagdschein hätte, könne ich im nächsten Jahr bei ihrer Jagd mitmachen. Also meldete ich mich zu weiteren Jagdkursen an.

Anfangs jagte ich Tauben und sehr viele Füchse – über hundert insgesamt. Meine Jagdfreunde nannten mich irgendwann ‚Kaj der Fuchs‘. Doch die Leidenschaft war geweckt. Bald machten auch meine Söhne, Schwiegertochter und schließlich sogar meine Frau den Jagdschein. Heute jagen drei Generationen unserer Familie gemeinsam.“

Sie besitzen einen der ersten Härkila Lappmark-Anzüge. Was ist seine Geschichte?

„Ich bin jemand, der immer auf vernünftige Ausrüstung setzt. Wenn etwas perfekt passt, bleibe ich dabei, sei es beim Gewehr oder bei der Jagdbekleidung. Der Lappmark-Anzug war mein erster richtiger Jagdanzug, und ich trage ihn seitdem.

Ich kaufte ihn Anfang der 1990er-Jahre bei einem Händler nördlich von Kopenhagen, ein paar Jahre nachdem ich meinem Jagdschein machte. Er empfahl ihn mir mit den Worten, es sei die beste Jagdbekleidung der Welt. Und er hatte recht. Der Anzug begleitet mich nahezu mein ganzes Jägerleben. Die Passform ist hervorragend, und er ist bis heute absolut wasserdicht, weil ich ihn stets gut gepflegt habe.

Der Händler überredete mich auch zu Hosenträgern, passend zum Anzug. Auch das habe ich nie bereut. Taschen? Davon hat er mehr als genug – tiefe, praktische Taschen. Ich trage den Anzug fast das ganze Jahr, außer an sehr heißen Tagen während der Bockjagd im August. Für mich ist er ein verlässlicher Jagdgefährte – einer, auf den man sich verlassen kann.“

Wie kam es dazu, dass Sie in Schweden jagen und was bedeutet das für Sie?

„1992 beschlossen mein ältester Sohn Dan, ein Jagdfreund und ich, ein eigenes Jagdrevier in Schweden zu suchen. Ich schaltete eine Anzeige in der Lokalzeitung und wir bekamen drei Rückmeldungen, eine davon klang sehr vielversprechend. Rund 90 Hektar, nur etwa 30 Kilometer von unserem Hof entfernt. Nach der Besichtigung sagten wir zu.

Später kamen meine Brüder und ein Neffe dazu – bis heute sind wir sechs bis sieben Personen, ausschließlich Familie. Wir verstehen uns hervorragend. Für mich ist es ein großes Privileg, mit drei Söhnen und inzwischen auch zwei Enkeln jagen zu gehen. Zeit miteinander zu verbringen, etwas gemeinsam zu tun, das wir alle lieben. Das ist unbezahlbar.

Ich habe die Natur schon immer geliebt, aber bei der Jagd sind es vor allem die Eindrücke und Geräusche bei Sonnenauf- und -untergang, die mich faszinieren. Erst mit der Jagd in Schweden wurde mir bewusst, wie wichtig wirklich strapazierfähige Jagdbekleidung ist – Kleidung, die im Hochsitz warm und trocken hält und gleichzeitig dichtes Unterholz und felsige Kiefernwälder aushält. Mein Lappmark-Anzug kann genau das. Und er ist angenehm leise.

Wenn ich mit Nichtjägern unterwegs bin, entdecke ich Wild oft als Erster, obwohl mein Enkel Christian mir inzwischen den Rang abläuft“, sagt Kaj lachend. „Er ist wohl der beste Jäger von uns allen. Ich sehe mich eher auf Platz zwei.“

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Welche Jagd bedeutet Ihnen am meisten?

„Rehwild. Ich habe wohl 75 oder sogar 100 Rehe erlegt. Die Büchsenjagd liegt mir besonders. Ich sitze gern ruhig an, das passt zu meinem Wesen – vielleicht erklärt das auch meine vielen Füchse.

Ein Highlight ist für mich immer die schwedische Elchjagd, auch wenn sie auf unserem Revier nur wenige Tage dauert. Mein größtes Jagderlebnis hatte ich allerdings mit einem Elch, den ich gar nicht bejagen durfte. Während einer Bockjagd im August erschien plötzlich eine Elchkuh nur 20 bis 30 Meter vom Hochsitz entfernt. Sie leckte an einem Salzstein, legte sich sogar so nah hin, dass sie den Sitz berührte, und blieb dort rund 20 Minuten. Sie bemerkte mich kein einziges Mal. Ich konnte – und wollte – sie nicht schießen, aber dieses Erlebnis war unvergesslich.“

Was bedeutet die Jagd in Schweden für Ihre Familie?

„Alles. Wir begannen im Sommer 2000 mit dem Bau unserer Jagdhütte, komplett aus recycelten Materialien eines renovierten Hauses aus der Umgebung. Meine Frau und ich sägten jedes Brett selbst zu. Dächer, Türen, Fenster, Böden – sogar eine komplette Küche brachten wir nach Schweden.

In der ersten Woche standen Wände und Dach. Über die Jahre erweiterten wir die Hütte stetig: Veranda, Außenküche und vieles mehr. Während der Jagdsaison sind wir meist einmal im Monat hier, inzwischen auch außerhalb der Saison, da vermehrt Schwarzwild ins Gebiet zieht.

Jedes Mal, wenn ich hier bin, wird mir bewusst, wie privilegiert ich bin. Der Zusammenhalt in meiner Familie bedeutet mir alles und ein großer Teil davon ist der Jagd und diesem Ort in Schweden zu verdanken.“

Als ich mich von Kaj verabschiede und den Weg zurück nach Dänemark einschlage, denke ich darüber nach, wie besonders es ist, wenn die Jagd Generationen verbindet. Kein Leben vergeht ohne Spuren und so trägt auch Kajs 25 Jahre alter Lappmark-Anzug sichtbare Patina. Doch jede Spur erzählt eine Geschichte: ein Kaffeefleck nach einer erfolgreichen Elchjagd, ein tiefer Kratzer vom Stacheldraht während eines spannenden Rehanschleichens.

Die Jagd hat Kajs Familie über Jahrzehnte hinweg verbunden. Seine Lebensfreude und der gelebte Zusammenhalt in der Natur sind ansteckend und zutiefst inspirierend.

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